Windows 10 Datenschutz erhöhen

Bei der Neuinstallation von Windows 10 ist es wichtig, sich Zeit für die Datenschutzeinstellungen zu nehmen und nicht voreilig weiter zu klicken! So kann man im Vorfeld schon eingrenzen, welche Daten man  und preisgeben will.

Aber auch bei einem schon installierten Windows 10 haben Sie die Möglichkeit, die Einstellungen zu überprüfen und diese jederzeit abändern.

Im folgeden Text geben wir eine kurze Erklärung zu den einzelnen Punkten der Datenschutzeinstellung.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass lieber zuerst weniger als zu viele Daten freigegeben werden. Nötige Freigaben kann man bei Bedarf immer noch tätigen. Die meisten Apps fragen dann bei Bedarf ohnehin danach.

Schritt für Schritt Einstellungen

  • Bei der Installation: Sie werden gefragt, wie umfangreich Diagnosedaten an Microsoft weitergegeben werden sollen… Hier auf „EINFACH“ klicken.
  • Datenschutzeinstellungen öffnen: klicken Sie auf das Windows-Logo links unten (Bild1), dann auf das Zahnrad (links – Einstellungen Bild2) und im Anschluss auf „Datenschutz“ (Bild3). Nun sind Sie bei den Datenschutzeinstellungen und können diese überprüfen.
1. Windows Logo im linken unteren Eck
2. Zahnrad - Einstellungen
3. Datenschutz rechtes Eck
4. Datenschutzeinstellungen
  • Bei den Datenschutzeinstellungen gehen Sie nun alle Punkte auf der linken Seite durch und überlegen sich, welche für Sie nötig sind und welche auf „AUS“ geschaltet werden können…
  • Allgemein: Hier empfehlen wir, die angegebenen Punkte auf „AUS“ zu schalten, weil hier gespeichert wird, für welche Themen Sie sich am Computer interessieren und somit auch gezielt Werbung geschaltet wird.
  • Spracherkennung / Freihand und Eingabeanpassung: Bei Microsoft Cortana betreffend. Bei Verwendung geben Sie alle eingegebenen Daten und Befehle an Server weiter, damit diese verarbeitet werden können. Deshalb auch hier unser Rat: „AUS“
  • Diagnose und Feedback: Hierfür empfehlen wir die Einstellung „EINFACH“ oder „STANDARD“ Es werden weniger Daten über Ihr Nutzerverhalten weitergegeben.
  • Aktivitätsverlauf: Windows 10 bietet die Möglichkeit, eine Liste mit besuchten Internetseiten zu speichern. Klicken Sie „MEINEN AKTIVITÖTSVERLAUF AUF DIESEM GERÄT SPEICHERN“. wollen Sie das nicht, entfernen Sie diesen bitte.
  • Position: Ihr Gerät sendet an Microsoft, wo es benutzt wird. Wenn Sie dies nicht möchten, hier auf „AUS“ klicken
  • Kamera: Die Funktion der Kamera ist sehr wichtig für Video-Chat-Programme. Wird die Kamera nicht benötigt, können Sie diese auf „AUS“ klicken. In der folgenden Liste können Sie Apps bestimmen, welche Zugriff auf die Kamera erhalten sollen.
  • Mikrofon: Ähnlich wie bei Kamera. Wenn Sie dieses nicht benötigen auf „AUS“ klicken.
  • Stimmaktivierung: Nur einstellbar, wenn die Erlaubnis fürs Mikrofon gegeben wurde. Möchten Sie den PC nicht über Sprache steuern, können Sie hier „AUS“ klicken. In der unteren Liste können Apps angegeben werden, welche die Erlaubnis zu Spracheingabe bekommen sollen.
  • Benachrichtigungen: Soll keine App Benachrichtigungen anzeigen dürfen, so muss man hier auf „AUS“ klicken. Benachrichtigungen erscheinen meist im rechten unteren Eck des Monitors. Sie können hier Apps festlegen, welche Nachrichten schicken dürfen.
  • Kontoinformationen: Wer ein Microsoft Konto besitzt kann hier einstellen, ob das Gerät oder Apps auf die dort angegebenen Informationen zugreifen soll, wer dies nicht möchte, kann hier auf „AUS“ schalten oder einzelnen Apps die Erlaubnis erteilen.
  • Kontakte: Hier stellen Sie ein, welche Programme auf gespeicherte Kontakte zugreifen darf. Erlaubnis ist wichtig für Email. Alle anderen sollten dies grundsätzlich erstmal nicht dürfen, da auch Daten von anderen weiterverteilt werden!
  • Kalender, Telefonanruf, Anrufliste, Email, Aufgaben, Messaging: Hier ist es ähnlich wie bei den Kontakten. Zugriff nur gewähren, wenn Sie Apps und Programme kennen und den Zugriff unbedingt benötigen!
  • Funktechnik: Auch hier nur erlauben, wenn unbedingt nötig! Sonst „AUS“ klicken!
  • Weitere Geräte: Deaktivieren Sie „mit nicht gekoppelten Geräten kommunizieren“, damit nicht unbemerkt Daten ausgetauscht werden können (z.B.über Bluetooth)
  • Hintergrund-Apps: Hier können Sie festlegen welche Apps im Hintergrund unbemerkt Daten austauschen. Klicken Sie auf „AUS“ oder geben Sie einzelne Apps frei.
  • AppDiagnose: Welche App darf auf Diagnosedaten zugreifen? Ändern Sie auf „AUS“ oder geben Sie bestimmte Apps frei.
  • Automatische Dateidownloads: Sollten Sie Daten z.B.auf einer Cloud speichern ist es sinnvoll, Windows zu erlauben, solche Dateien automatisch im Hintergrund herunterzuladen.
  • Dokumente, Bilder, Videos, Dateisystem: Bei diesen Punkten legen Sie fest, auf welche Daten zugegriffen werden darf. Dies kann für alle verboten werden oder für einzelne Apps ausgeschaltet werden.

Abschließend ist zu sagen,dass diese Erlaubniserteilungen mit Bedacht frei gegeben werden sollten.

Bei Verwendungen von Apps, welche zusätzliche Freigaben benötigen, werden Sie mit einer aufploppenden Nachricht darüber informiert. So können Sie die Freigabe gezielt nur für diese App geben.

 

© Plank IT Stand 04/2021